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Atemtherapie und Atmungsaktive Massage nach Bruno Blum

Praxis für Physiotherapie und Osteopathie in Malkwitz MalenteBei den hier vorgestellten Therapieformen handelt es sich um ein Konzept zur Behandlung von Patienten, die unter Stress, Burn-out, Depression, Angst oder chronischen Schmerzen leiden. Es ist unumstritten (Ärztezeitung v. 25.04.2007), dass chronischer Rückenschmerz und Depression in einem sich selbst ernährenden Circulus vitiosus stehen.

Während die Atemtherapie eine reine Atemführung ist, werden bei der Atmungsaktiven Massage zusätzlich spezielle Züge und Dehnungen kombiniert, um die Atemfrequenz auf 1 -3 Züge zu senken. Diese Therapieformen wirken stressmindernd und verbessert die Energiebereitstellung.

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Atemtherapie

Die in diesem Konzept durchgeführte Atemtherapie ist auf zwei Hauptziele gerichtet. Der Patient erlernt zuerst die Bauchatmung. Ist die Ein- und Ausatmung ruhig und entspannt, setzen die taktilen Reize des Therapeuten ein. Diese bestehen aus speziellen Traktionen und Dehnungen und haben das Ziel, die Atempause zu verlängern. Zum Ende der Therapiesitzung wird eine Atemfrequenz von 1-3 Atemzügen pro Minute angestrebt. Unter diesen Bedingungen kommt es beim Patienten zu einer Milieuverschiebung in Richtung respiratorische Alkalose im kapillaren Blut, die eine vitalisierende und stimmungsaufhellende Wirkung hat. Die Dauer der Therapie beträgt ca. 15-25 Minuten. Der Patient ist dabei vollkommen bekleidet. Das Therapieziel ist erreicht, wenn der Patient diese Art zu atmen selbstständig durchführen kann.

Atmungsaktive Massage nach Bruno Blum

Diese Therapieform, die eine spezifische Kombination zwischen Massage und Atemführung darstellt, wurde in den 1960ern Jahren unter der Leitung von PD Dr. G. Glodowski und Prof. Dr. Kirchhoff in Zusammenarbeit mit Bruno Blum entwickelt.
Wie bei der Atemtherapie (welche als Auskopplung aus der atmungsaktiven Massage anzusehen ist) ist auch hier eine Herabsetzung der Atemfrequenz auf 1-3 Atemzüge das Hauptziel. Es konnte nachgewiesen werden, dass eine respiratorische Alkalose entsteht. Gelegentlich entwickelt sich eine metabolische Alkalose und es kommt zu einer besseren Energiebereitstellung (Fleischer 1970). Die damit in Verbindung auftretenden Wirkungen am Patienten sind vitalisierend, stimmungsaufhellend, depressionshemmend und angstlösend. Darüber hinaus kommt es zu einem verbesserten Selbstbewusstsein und einer erhöhten Gelassenheit. In der Atemtherapie und der Atmungsaktiven Massage wird der Patient nun „allein" gelassen. Die Therapeutenhand ist jetzt nicht mehr ständig am Patienten. Ebenso werden die Extremitäten in Kombination von Traktionen und Dehnungen bewegt. Im Gegensatz zu den reinen psychoaktiven Massagen verlassen hier die Massagegriffe den rein streichenden Charakter und nehmen an Spannung zu. Massagegriffe und Atemführung werden in einem speziellen Aufbau angewendet. Wie bei der PACT wird die ganze dorsale und im Anschluss die ganze ventrale Seite, inklusive Gesicht, behandelt. Die Behandlungsdauer beträgt 50-60 Minuten + Nachruhzeit.

Quelle: Sabine Baumgard Bc., M.Sc.Phys., VPT Meldung vom 29.05.2008

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